Mit diesem Ttanaparent gingen wirwenige Tage nach dem GAU in Tchernobyl vor vierzig Jahren auf die 1. Mai Demomstratuon, dem Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse.
Weder die Teilnehmer des gewerkschaftlich orientierten Blocks, darunter Viele SPD und DKP Mitglieder, noch die Teilnehmer des autonomen, Schwarzen Blocks verstanden diesen Humor. Wir liefen mit unserer türkisen Fahne, mit Sichel und gekreuzten Seltkelch zwischen diesen Fraktionen, irgendwo im ideologischen Niemandsland.
In der Illustrierten Stern, die damals weit verbreitet, auch in Lesezirkeln in Wartezimmern bei Ärzten war, erschien die dramatische Geschichte einer Flucht einer DDR Familie mit dem Heißluftballon über die Mauer,
“ mit dem Wind nach Westen“, titulierte die auflagenstarke Illustrierte, auch in ausgelesenen Lesezirkeln bei Friseurbesuchen zu lesen. Die Zeitschriften wurden in Mappen verliehen. Damals gab es für Staatsdiener noch das Berufsverbot für Mitglieder verfassungsfeindlicher Organisationen. Ich führte einmal an einem Informationsstand der DKP auf einem Wochenmarkt eine Diskussion mit einem suspendiertem Zollbeamten, der DKP Mitglied, warum er denn dem Kapitalistischem System als Klassenkämpfer dienen wolle, fassungsloser kann nur ein Kaninchen in der Diskothek schauen, er reagierte tief erschüttert auf meine Empathielosigkeit bezüglich des Verlusts seines Beamtenstatus.
Später bog ich selbst versehentlich in eine linksradikale Sekte ab, die vierte Internationale, die Gruppe Internationaler Marxisten, Leo Trotzki, ein Stalin unterlegener Rivale um die Nachfolge Lenins, der mit einem Eispickel von Agenten Stalins ermordet wurde, wurde als Held verehrt.
Wir trafen uns jeden Montag im Hinterzimmer eines Griechischen Restaurants, und lasen Ernest Mandel, Einführung in den Marxismus, kritisch beäugt von einem Partei Sekretär, der mit einer ausgebeuten braunen Aktentasche aus Kunstleder mit strengen Blick den Nachwuchs beäugte.
Erinnern tue ich mich insbesondere an den „tendenziellen Fall der Durchschnittsprofitrate, wodurch der Kapitalismus dem Untergang geweiht sei“, ganz verstanden hatte ich das nie.
Vierzig Jahre später existiert der Kapitalismus noch immer, und der real existierende Sozialismus ist untergegangen, dieser seltsame Staat, über den es immer hieß, geh doch nach drüben, wenn man sich politisch links verortet.
Vierzig Jahre ist der Reaktor Unfall jetzt her, ich erinnere gut die angespitze Stimmung in der S-Bahn, auf dem Weg zu einem Plenum der Anti-AKW Bewegung in der W3, einem linksalternativen Versammlungsort in Altona.
Als ein Gewitter heran grollte, eskalierte die Furcht, die seit dem 26.4. allgegenwärtig war. Ein vor Angst erstarrter S-Bahn Wagon, das wogegen wir demonstriert hatten in Gorleben, Kalkar, Brokdorf war eingetreten, in den USA in Harrisburg und in Tschernobyl. Kein frisches Gemüse aus dem Garten meiner Großmutter, alles tickte, hoch die Internationale Radioaktivität. Für die DKP waren sozialistische Kernkraftwerke gut, Plutonium in Volkes Hand, Kapitalistische schlecht.
In einer Altbauwohnung in Eimsbüttel, meiner ersten WG lebte ich mit Bert, in den ich unsterblich verliebt war, er liebte Andrea seine Berufsschulleherin, mit der er ein Kind bekam.
Im Nebenhaus lebte Hannes Wader, der
Schöne Lieder sang, aber die DKP unterstützte, Andreas ein Freund von uns ging regelmäßig zu Hannes, um ihn von der Anarchie zu überzeugen.
Hannes übte den Tennis Aufschlag an der gegenüber liegenden Kirchenmauer.


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