

Die Zeit der Diagnose der multiplen Sklerose war eine der düstersten in meinem Leben. .
Der Mann mit dem ich eine Familie gründen wollte wandte sich ab. Rückwirkend denke ich, dass ich vielleicht immer ein bisschen mehr in meine Vorstellung von der Beziehung verliebt war, wie in das reale Miteinander.
Ich hing fest in einem Job zu dem ich nicht mehr passte, die Arbeit in einem großen Team mit substituierten Drogenabhängigen, in einem Verein mit vielen schrillen Menschen und wenig Struktur.
Es gab viele Freiräume zur Weiterbildung und zum Ausprobieren wie man den oft verlorenen Seelen im Klientel eine bedeutsame Beziehung anbieten konnte, und zum Substitut der Droge Hilfe im Sozialen, Wohnung, Schulden und gesellschaftliche Teilhabe anbieten konnte.
Mit dem absoluten Horror meiner inneren Bilder der MS konfrontiert, überwand ich meine Trägheit und Angst, machte mich selbstständig mit Beratung für gesetzliche Krankenkassen, ich fuhr die verschiedenen kleinen Betriebskrankenkassen an, beriet Mitarbeiter und Versicherte.
Ich gehörte nirgendwo dazu, und war dabei. Beiersdorf, die NorddeutscheAffinerie, Phönix, Linde waren unter anderen meine Kunden.
Ich entdeckte meine Fähigkeiten mit Menschen unterschiedlicher sotialer und Nationer Herkunft im Kontakt aufzubauen, sie zu verstehen, in Resonanz zu gehen.
Ich balancierte den Druck der Krankenkassen, nach Kostenreduzierung im Krankengeld, und der Angewiesenheit der Versicherten aus. Ich jongliert das manchmal unvereinbare, im Nacken immer die Tragik der Verlassenheit, und dem Wunsch nicht mehr zu leben mit schwerer Krankheit. Ich studierte Hochhäuser, der Vater spürte etwas, und sagte trocken,
“ die biologische Reihenfolge wird eingehalten, ich gehe zuerst“.
Zu einer Freundin sagte ich :“ Vielleicht lege ich mir eine Katze zu“, Conny schickte das Bild von Max, der auch nirgendwo hin passte, er war sechs Jahre alt.
Ich versprach ihm ein gutes Leben bis zum Ende, wir blieben dann zehn Jahre Familie.
Am Ende ging er geschwächt vom Krebs in einer eisigen Januar Nacht und wurde nicht mehr gesehen. Der Tierarzt wollte ihn zwei Tage später erlösen, wann Schluss war bestimmte er selbst.
Ich wandte mich kurz nach der MS- Diagnose äan einen Paychoanalytiker, realisierend, das etwas mit mir und meiner Reaktion auf die Realität nicht stimmig war. Er erkannte als einziger den Ernst der Lage, und nahm den Kampf auf mit meinen Mächten der Finsternis.
Er hielt meine Wut und Verlassenheit aus, ermutigte mich in Richtung Niederlassung, erkannte das Zusammenspiel von Bewegungsstörung und Seele; neben der schweren neurologischen Diagnose, er verdeutlichte mir die seelische Not neben der Neurologie. Er deutete nie neurologisches als seelisches; öffnete jedoch etwas in mir für die Differenzierung. Max hat eine Nachfolgerin, die fabelhafte Prinzessin Molly, im Alter eher Queen Mom.

Die verinnerlichte Instanz durch Dr. Friedrich ist bleibend. Die gravierende finanzielle Verschlechterung, zum einem durch die drohende Budgetierung der Psychotherapie, zum Anderen durch die Einstellung der Verhinderungspflege im kommenden Jahr löst zunächst Angst und Ohnmacht aus, weist mir den Weg das Projekt zu realisieren, in dem ich eine Zukunft nach der Kassenärztlichen Zulassung habe.
Online Beratung auf psychodynamischer Basis für Selbstzahler.
„Sei die die du früher gebraucht hättest.“


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