
Ich mochte die Beiden mit dem Kaninchen, ich hatte sie nie kennengelernt. Sie begleiteten mich durch meine Kindheit, wenn ich ein paar Tage bei den Großeltern zubrachte.
Mein Großvater wuchs bei Ihnen auf, er erlernte das Tischler Handwerk bei seinem Onkel. Seine Mutter war 1906 bei seiner Geburt gestorben, von seinem leiblichen Vater weiß ich, dass er sich das Leben mit Gas genommen hätte.
Meine christlich evangelikal geprägte Tante spricht in dem Zusammenhang davon, dass in der Familie ein Dämon hause, der sei auch für einen von ihr verursachten Verkehrsunfall mit schweren Folgen verantwortlich. Als ihre zwei Jahre ältere Schwester mit dem übertritt in das Rentenalter an einer paranoiden Psychose erkrankte, versuchte Eva diese schwere Erkrankung wegzubeten, Heidi hatte überall in der Wohnung aufgeschlagene Bibeln, und versuchte den sie verfolgenden Mächten, die Kommunisten, den Scientologen, den Nachbarn zu entkommen. Eva wendete das Scheitern des Gesundbetens zunächst gegen die Betroffene, sie hätte nicht genug geglaubt, akzeptierte dann doch die Notwendigkeit medizinischer Behandlung der Schwester.
Meine Mutter attestierte ihrer ein Jahr jüngeren Schwester aufgrund ihres Vornamens „plemplem“ zu sein. Diese Stellungnahme beschämt mich heute noch. Die Nichte ihres Lebensgefährten Horst, kam aus Bolivien zurück nach Deutschland, die Ehe mit einem Zahnarzt scheiterte, sie war wohl zerrissen zwischen den Anforderungen an eine Tochter gut situierter Reicher mit Personal, und den Anforderungen an eine selbständige junge Frau in Deutschland. Sie ging einige Zeit in eine Psychosomatische Klinik. „Plemplem“, meine Mutter half der „Nichte“ nicht; etwa bei der Betreuung der zwei Söhne; sie verurteilte. Ich versuchte der Mutter zu vermitteln, dass die Psychose ihrer Schwester eine schwere Erkrankung ist, sie sah in ihr bis zum Tod die jüngere Schwester, die mehr von der Mutter geliebt wurde, trotz ihres in Vielen besseren Leben blieb dieser Neid bestehen.

Meine Mutter wäre in der letzten Woche neunzig Jahre alt geworden, sie wurde im Jahr der Olympiade in Berlin geboren. Die Nationalsozialisten wollten zum einen die Überlegenheit der arischen Rasse demonstrieren, der Welt ihre friedlichen Absichten vortäuschen, und die Bevölkerung hinter sich vereinen für den kommenden Angriffskrieg.
Der afroamerikanische Ausnahme Athlet gewann in Berlin vier Goldmedaillien, und störte die Propaganda Show Wenn sich das deutsche Olympia Kommitee sich unter anderem um die Olympiade 2036 bewirbt, und vielleicht mit dem Austragungsort Berlin erinnert das stark an die Propaganda Show vor fast Hundert Jahren.
Die Empathie Freiheit meiner Mutter spiegelt das Aufwachsen im Nationalsozialismus wieder, die despotische Gewaltausübung gegen die Tochter, solange sie sich überlegen fühlte. Das harrsche Verurteilen psychisch Erkrankter im privaten Umfeld.
Das letzte Mal schlug sie zu, als ich Sechzehn war. Vielleicht war es Neid. Mit großen Kreolen Ohrringen, mich schön finden, holte sie kräftig aus, und schlug in mein geschminktes Gesicht, vielleicht spürte sie meine innere Ablösung.
Im Reflex schlug ich zurück. Sofort schlug sie ein Geheule an :“ du schlägst deine Mutter „, ‚ und du deine Tochter“, damit war alles gesagt. Übertragen lässt sich das auf viele Situationen, so lange du schwach bist, das ausstrahlst, besteht die Gefahr der Demütigung und Erniedrigung
„Ohnmacht weckt Sadismus“, brachte es Gunther Schmidt, Professor für Sexualforschung am UKE auf den Punkt.
Zurück zu dem Kaninchen Foto mit dem Urgroßonkel, es symbolisiert die kindliche Geborgenheit im Schlafzimmer der Großeltern. Der Bezug zur Natur, im Hintergrund ein Garten, und dem Kaninchen, das für mich eine Beziehung zu meinen Katzen hat.



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