Wenn ich Fabi, meinem Assistenten Erlebnisse aus meiner Jugend oder Jungerwachsenen Zeit erzähle, die ich erlebt, oder zeitlich miterlebt habe, assoziiere ich, „Oma erzählt vom Krieg“.
Er ist knapp vor der Jahrtausend Wende geboren wurde, und aus heutiger Perspektive haben mich die Achtziger, sehr geprägt.

Vieles, das damals selbstverständlich war, erscheint heute surreal.
Die Proteste etwa gegen den NATO Doppelbeschluß, insbesondere gegen die Stationierung der Cruide Misiles. Während der Schulzeit, ein Jahr vor dem Abitur organisierten wir einen Reisebus, mit dem wir zum Bonner Hofgarten mit 100 000 Anderen anreisen, zur Finanzierung sprachen wir auch die politisch links stehenden Lehrer an, die unsere Schulabschluss Zeit prägten.
Gerne wären wir zusammen mit Ihnen gefahren, wir dutzen uns, und sprachen uns mit Vornamen an, wenn wir uns auch privat trafen, floß oft auch mehr Alkohol, als pädagogisch akzeptabel war.

Die schwärmerische Idealisierung spät Pubertierender wurde aus heutiger Sicht bis ins Mißbräuchliche erwidert. Ich wurde 1963 geboren, achtzehn Jahre und zweiundzwanzig Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation. Die Ereignisse während des Nationalsozialismus wurden im Unterricht behandelt, die zeitliche Nähe zur Gegenwart war mir damals nicht bewusst, wenn ich heute achtzehn Jahre zurück denke, ist 2008 fast noch nicht vorbei. Durch die Annäherung an Wallys Briefe, seine plastischen Schilderungen seiner Erlebnisse ist er mir, und die Ereignisse um den Deutschen Angriffskrieg unmittelbar Nahe. Die sechste Armee wurde in Stalingrad umzingelt, 300 000 Deutsche Soldaten erlitten das Finale, des von Hitler propagandierten Blitzkrieges, der nur fünf bis sechs Wochen dauern sollte. Während ich emotional und militärhistorisch versuche die „Operation Barbarossa nachzuvollziehen, läuft mein Alltag in der Psychotherapeutischen Praxis weiter, die Begegnung mit den Geschichten der Patienten, der Eine hat eine mit der Ausländerbehörde, in der sie ein Team leitet überidentifizierte Mutter, die Andere scheitert gerade an den Bemühungen einen unbefristeten Aufenthaltsstatus zu bekommen an dieser Behörde. Sie ist eine ambitionierte IT Fachkraft, die mit achtzehn Jahren aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland zum Studium kam, die Nichtanerkenntnis ihres Abiturs, die deutsche Borniertheit, konterte sie mit dem Abschluss einer betrieblichen Ausbildung im IT Sektor, bevor sie jetzt das Bachelor Studium abschließt, zielstrebig ambitionierte, gerade zum Herbst gekündigt und freigestellt bis Ende September da die KI ihre Aufgaben übernommen hat.
Den Termin bei der Ausländerbehörde hat sie fast ein Jahr vorab vereinbart, die Fachkraft bei der Ausländerbehörde nötigt sie den Antrag auf unbefristeten Aufenthalt zurück zu nehmen, weil sie dann weniger Arbeit hätte.
Ich bewundere ihre Klarheit und Entschlossenheit, das abzulehnen.
die deutsche Staatsbürgerschaft hat sie noch nicht beantragt, da ihr Heimatstaat, unverheiratete Frauen die Staatsbürgerschaft ergänzen durch eine Zweite nicht toleriert, und Probleme beim Familienbesuch macht. Aktuell ist ihre Mutter zu Besuch, sie berichtet dass die Mutter im Aldi Markt zwei Ukrainerinnen auf russisch angefaucht hätte, sie hätten den Krieg begonnen.

Der unbefristete Aufenthalt wird der klugen Schönen nicht bewilligt, da sie vermeintlichLeistungen von der Arbeitsagentur zwischenzeitlich bekäme.
Die Beiden vor der russischen Invasion Geflohenen mögen kurz gefürchtet haben, das Putin in Deutschland einmarschiert ist. Vielleicht kommen die Beiden aus Kyjiw, dort befand sich Wally im Lazarett, und beschrieb Hildchen seine Abendbrot Ration mit 400 Gramm Brot und 100 Gramm Wurst, als der Befehl für die Anderen weiter nach Osten ging. Er schreibt von einer Kieferentzündung und Rheuma, das schützte ihn vor der Einkesselung von Stalingrad. Zu seinen Lebzeiten war mir und seiner jetzt siebenundachtzigjährigen Tochter nichts bekannt, die Stimmung die sich aus dem Lazarett vermittelt ist gedrückt, fast depressiv, er erörtert mit Hildchen einen Bausparvertrag, um ein Haus zu bauen, daran hält er sich wohl fest, das etwas danach kommt.

Opa hat nie vom Krieg erzählt, vielleicht wußte Hilda mehr von dem, was er verarbeiten mußte. Ich schreibe in einer schlaflosen Nacht, die Pläne der Gesundheitsministerin Nina Waken, durch die Budgetierung der abrechenbaren Psychotherapienstunden, auf achtzehn wöchentlich, wird meine finanzielle Existenz Grundlage ruiniert. Die Kosten für meine Assistenz kann ich mutmaßlich nicht mehr stemmen, ohne ein weiteres finanzielles Standbein, den halben Kassensitz verkaufen, außervertraglich mit gesetzlichen Kassen abrechnen, nochmals die Existenzgründungdhilfe von der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen, die Vorstellung ein paar Monate keine festen beruflichen Termine zu haben, den Kopf frei zu haben, für Wallys Reise, und der Reflexion wie hat sich seine erlebte, und ausgeübte Gewalt, vermittelt über seine älteste Tochter in meiner Seele niedergeschlagen, kann meine Beschäftigung mit Wally meiner Seele helfen zu gesunden, helfen den dissoziativen Anteil meiner Lähmung überwinden. In mir tobt ein Angriffskrieg, eine körpereigene Operation Barbarossa, im zentralen Nervensystem zersetzt eine destruktive Kraft mich selbst, meine Widerstandskraft zur Aufrichtung ist geschwächt.

Opa schreibt von einer „ordentlichen Aufnahme“ auf der Krankenstation in Charkow, dort tobt jetzt der russisch-ukrainische Krieg, er berichtet von einer Entlausung, und spritzenden Eiter aus dem Kiefer, mutmaßlich hat ihn dieser Zahn, und ein Rheuma davor bewahrt mit der sechsten Armee ln Stalingrad zu scheitern, der erstrebenswert Zugang zu den Ölfeldern im Kaukasus, blieb verwehrt, die Niederlage durch die sowjetische Operation Uranus, vom August 1942 bis Februar bedeutete den Verlust einer ganzen Armee,:den Tod oder die Gefangenschaft von Hundertausenden Soldaten, das Ende der deutschen Offensive an der Ostfront,
Ohne seinen Lazarett Aufenthalt wäre mein Großvater mutmaßlich zum Opfer nationalsozialistischen Größenwahn geworden. Seine Tochter Eva, 87 Jahre alt, berichtet dass ihr Vater Glück hatte, im richtigen Moment krank zu sein, und im Lazarett zu sein.

Der aktuelle Bundeskanzler Merz rügt seine Wähler zu häufig krank zu sein, und verfügt dass die Hausärzte der gesetzlich Versicherten zukünftig wieder ab dem ersten Tag einer Erkrankung ordnungspolitische Autorität sein müssen, das faule Pack zur Arbeit zu treiben. Schluss mit dem Infektionsschutz durch die telefonische Krankschreibung.
Lasst uns wieder eng bei einander im Wartezimmer sitzen und Magen Darm Infektionen gegen Grippe Viren tauschen.
Am 10. Juli wird der Unfug verabschiedet, die Psychotherapie wieder budgetiert, ein Drittel Psychotherapie Plätze werden somit ab 2027 für das Volk bereit gestellt, wobei laut Spiegel jeder in die Psychotherapie investierte Euro volkswirtschaftlich vier Euro spart beim Krankengeld und der Frühveŕrentung.Den pflegenden Angehörigen die kargen Rentenpunkte gekündigt, den Pflegebedürftigen die freie Wahl ihrer Unterstützenden genommen.

Diese Maßnahmen sind sicher hilfreich, die lahmende Wirtschaft zu entfachen. Qualifizierte engagierte Psychotherapeuten um den Ertrag ihrer Qualifikation gebracht, mein persönliches Pech ist, von beiden Seiten betroffen zu sein.
Kassiert wird dann vor der Sommerpause der gut dotierten Volksvertreter, die Möglichkeit der Bürger und Journalisten den Regenten und Behörden auf die Finger zu schauen, die Masken Deals des Jens Spahn wären nie an die Öffentlichkeit gekommen.



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