Facebook aus dem Jenseits

Ich habe einen neuen Facebook Account, der zweite Versuch für meine Online Beratung dort präsent zu sein, Facebook sperrte mich wegen Verstoß gegen die Gemeinschaft Statuten, ich war mir nicht bewusst, was gemeint war, ich hatte eine intensive Zeit mit virtuellen Freunden aus 2017, wo wir mit „ich bin hier“ gegen virtuelles Mobbing aus der rechten Ecke anschreiben, Michael Knobloch aus Wien mit Lucky Luke verstarb in diesem Jahr, jetzt wurde mir Olaf Lüders als Freund vorgeschlagen, vor vier Jahren auf dem vierzig Jahre Abitur Treffen sah ich ihn zuletzt, er erzählte von seiner tödlichen Krebserkrankung, dass er ein experientelles Medikament erhielt, und einen sechsjährigen Sohn hätte, er war ein sanftmütiger freundlicher Mensch, sein Bild auf dem Facebook Profil ist noch da, ich bedaure ihn zum Abschied nicht umarmt zu haben.

Wir wussten es würde kein gemeinsames fünfzigtes Treffen geben. Michael hatte mich zum Besuch nach Wien geladen, er bot sogar an einen Rollstuhl zu organisieren, ich war so ängstlich ihn mit Roma zu besuchen, schämte mich der Behinderung.

In war einige Jahre nicht bei Facebook, zwei Accounts wurden gelöscht, ich hatte eine Seite für meine geplante Online Beratung zur diagnostischen Ersteinschätzung eingerichtet, oder zur Einmal Intervention, wenn  eine Beratung situationsspezifisch hilfreich ist, ohne Langzeit Bindung. Ich habe mehr wie zehn Jahre zu Beginn meiner Freiberuflichkeit Versicherte gesetzlicher Krankenkassen bei Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen beraten.

Durch die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe durch die Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder verlagerte sich  durch den Privatisierung Rausch gesellschaftlichen Eigentums, der Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen. 78 Wochen Bezug von siebzig Prozent des Netto war letzt die letzte Haltelinie vor der

Sozialhilfe und dem Verbrauch von allem im Leben angesparten. Druck und Zukunftsangst macht krank, die BKK Post für die ich zunächst tätig war besonders betroffen, das Staatsunternehmen wurde aufgeteilt in Post und Telekom, die verbliebenen Beamten wie meine Mutter behielten ihren Status, oder wurden gemäß der Fürsorge Pflicht des Staates früh pensoniert. Ich hatte für ihre Suche nach staatlicher Fürsorge nur Verachtung, noch kurz vor meinem Diplom legte sie mir Ausschnitte aus der Beamten Zeitung vor, Positionen aus dem höheren Dienst wurden angeboten, ich fragte sie gekränkt, was ich damit soll, “ falls Du jemanden kennst“, ich kämpfte um meinen akademischen Status, “ solche Leute kenne ich nicht“. Stieß ich böse hervor.

In solchen Situationen wünschte ich mir rückwirkend großzügig gewesen zu sein, emotional freigibig, ich hätte es mitnehmen können und zur Seite legen, ich hatte bessere Bildungschancen und Ambitionen, und war hochmütig und voller Verachtung.

Heute habe ich die wirkliche Tragweite der Budgetierung verstanden, ich darf zukünftig nur noch vierundzwanzig Fallzahlen pro Quartal abrechnen.

Ein Fall pro Quartal kann zwölf Therapie Sitzungen umfassen, oder nur eine Sitzung sagt das Netzwerk Psychotherapie, zeitgleich kommt ein Brief der KV ich hätte 675 Euro weniger als in Quartal 4 in 2025, was stimmt denn jetzt. Wenn auch schon eine Psychotherapeutische Sprechstunde ein Fall ist, und zu den 24 Fällen zählt, dann ist die Hälfte meines Budgets damit erschöpft, dass ich meiner Pflicht nachkomme zwei Psychotherapeutische Sprechstunden wöchentlich anzubieten, zur Ersteinschätzung und Diagnostik.

Die Patienten erhalten dann das Formular PTV 11, die bescheinigte Notwendigkeit der Behandlung wird dann von den Kollegen in der außervertraglichen Versorgung genutzt um ohne Kassensitz gesetzlich Versicherte zu behandeln und abzurechnen. Zukünftig rechne ich die Sprechstunden ohne Psychotherapie nicht mehr ab, weil sie mir die Quote versauen, Schwerkranke sollen außerhalb des Budgets bleiben, wer entscheidet wer schwer krank ist ?

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Herzlich Willkommen

Danke, dass du vorbeischaust! Ich bin Kathrin Köpp, psychologische Psychotherapeutin aus Hamburg. Neben meiner Arbeit in der Praxis biete ich eine Online-Beratung für Krisensituationen und diagnostische Einschätzungen für Selbstzahler ohne Wartezeit an. Auf diesem Blog möchte ich mit dir Geschichten aus meinem beruflichen und privaten Alltag als von MS-Betroffene teilen. Meine wichtigste Mitarbeiterin ist Miss Molly, nach zehn Jahren als Hauskatze auch als Queen Mom bekannt. Besonders bei ängstlichen und depressiven Patientinnen ist sie ein wertvoller Teil meines Teams.

Besuch gerne meine Homepage: Tiefenpsychologisch fundiert – Psychodynamisch fokussiert – Home

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