Der von mir geleaste Polo ist wahlweise auf Linksgasautomatik mit Armkurbel für mich zu fahren, als auch im Normalbetrieb für meine Assistierenden, FDB lebt in Finkenwerder, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nicht immer optimal, manchmal brauche ich kurzfristig Hilfe, so mahm er vor zwei Tagen den Polo mit. Nachts wurde er von einem Feuerschein wach, der erste Gedanke wohl, der Küchenherd brennt, der zweite wie rette ich die Katzen.

Beim Wachwerden realisierte er langsam, das es vor dem Haus brannte, mutmaßlich der nächste Gedanke, was ist mit dem Polo der Chefin, zum Glück stand der 300 Meter weiter weg. Unten auf der Straße ließ er sich freiwillig die Taschen filzen, abgefuckelt wurde der Kleinwagen der Mutter eines Nachbarn, schon am Vortag war eine Ölspur auf der Windschutzscheibe, entflammt wurde der Wagen mit einem Molotow Cocktail.
Kollateralschaden war das Auto eines Bundeswehr Soldaten, auch ein Nachbar bei dem der Pfingstausflug ausfiel.
Im Dezember 2023 wollte ich in Begleitung von Berit zum Therapeutischen Reiten, wie immer Donnerstag m. Sie kam herein, „dein Auto ist weg.“

Wir riefen bei der Polizei an, und fuhren mit ihrem Fiat nach Norderstedt, zu Susanne die mich seit acht Jahren mit ihren wunderbaren Tinker Pferden begleitet, aktuell bangt sie um Paddy, der mittlerweile in Henstedt-Uhlzburg an einem abgesplitterten Knochen operiert wird. Susanne hat Spenden für den Bau einer kleinen Überdachung generiert, das zuständige Bauamt ließ sie 1,5 Jahre auf die Baugenehmigung warten, jetzt fehlt noch Geld für das Fundament. Susanne ist dem sie unterstützenden Daniel eine Alltagsheldin, die überwiegenden Reiter sind körperlich und seelisch beeinträchtigte Kinder, Spenden sind aufgrund der anerkannten Gemeinnützigkeit steuerlich absetzbar, wer kann, der möge geben, Fundament und Operation von Paddy ziehen den Beiden finanziell den Boden weg.
Susanne gab mir nach dem abgefackelten VW- Up den Tipp bei Gofundme zu sammeln, es gaben Menschen die ganz unbekannt sind. Es tat auch seelisch gut Hilfe zu bekommen..
Die Spenden finanzierten den Behinderungs gerechten Umbau des Polos.
Die Geschichte aus Finkenwerder mobilisiert die schlechten Erinnerungen, die Polizei fand meinen Up etwa sechs Wochen nach dem Diebstahl nahe einer Schrebergarten Anlage der Tatenburger Schleuse, informiert wurde ich ca sechs Monate später, durch einen Brief, das ich das ausgebrannte Wrack abholen solle.
Das kein Ermittlungsbedarf seitens der Polizei bestünde, wurde mir gleich zu Beginn mitgeteilt, vielleicht sind meine Vorstellungen polizeilichen Engagements für die Bürger ähnlich naiv vom Fernsehen wie Arztserien, die Wirklichkeit ist anders.
Ich habe in meinem Inneren eine Rubrik,
„Dinge die ich über das Leben gelernt habe, die ich so nicht wissen wollte.“
Es werden täglich mehr


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