Ein frierender durchnässter Baby Affe geht weltweit viral.
Er klammert sich an einen orangen Plüsch Orang-Utan aus dem Sortiment eines schwedische Möbel Haus.
Die Tierpfleger aus dem Zoo in Ichikawa bei Tokio in Japan haben dem Affen Baby mit den weit aufgerissenen Augen, als seine Mutter ihn verstieß, und er sich Schutz und Wärme suchend an sie klammerte, und sie seine Bedürftigkeit nach Abklammerung am mütterlichen Körper nicht umfassend erfüllen konnten, diesen oangen Plüschaffen zur Seite gestellt.
Das Affengehege befindet sich auf einem mutmaßlich leicht zu reinigen Beton Untergrund, in den TikTok Videos sind häufig Zoo Mitarbeiter mit Wasserschläuchen zu sehen, die den Beton von Exkrementen reinigen.
Die Makaken leben in natürlichen Umgebungen in Tropenwäldern, sie ernähren sich überwiegend von Früchten und Nüssen, sie bewohnen Baumkronen.
Es zerreißt dem TikTok Beobachter das Herz, wenn Punch den Stoff Affen im strömenden Regen versucht mit Melone oder Bananen zu füttern.
Ich möchte das durchnäßte Affenbaby an die Brust drücken und wärmen, die TikTok Generation identifiziert sich wechselseitig mit dem kleinen verlassen Affen, der mit großen aufgerissenen Augen sich an den Ikea Plüschaffen klammert, und von der Affenmeute daran gehindert wird, in der Gruppe im felsigen Unterstand etwas Schutz vor dem Regen zu finden.
Es gibt bei TikTok Videos von Besuchern die von weit mit dem Flugzeug anreisen, um den kleinen Punch zu beobachten. Er klammert sich an die Hosen der Tierpfleger, manchmal tragen Sie ihn kurz wie ein Baby an der Brust.
Mittlerweile auch schon zu TikTok Stars geworden, formen sie Herzen mit den Fingern, und strahlen in die Welt.
Dabei ist immer, der für den kleinen Punch übergroße Plüsch Orang Utan. Hormonell wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet.
Es mobilisiert Bindung, Vertrauen und Nähe, reduziet Stress.
Es wird als Kuschelhormon bezeichnet. Warum hat die leibliche Mutter den Kleinen verstoßen, leidet sie wie Menschen auch an einer postpartalen Depression, dass sie ihren Säugling nicht an die Brust nehmen kann.
Als eine fünf Jahre alte Äffin mit Punch eine Freundschaft beginnt, die Beiden sich umarmen, fühle ich mich als Zuschauerin mit umarmt.
Zugehörigkeit ist auch für Menschen ein zentrales Thema,
Punch wurde von der Affengruppe nicht angenommen, nach dem er von zwei Tierpflegern mit der Flasche aufgezogen wurde.
Psychodynamisch geht es im Autonomie Abhängigkeitskonfikt auch um die Zugehörigkeit.
Wieviel Eigenständigkeit gebe ich auf, um in der Partnerschaft oder in einer Gruppe zugehörig zu sein.
Ich hatte kürzlich ein „nicht zugehörig sein“ Erlebnis, es hat aber auch die andere Seite,
„it’s nice to be different“, froh anders, individuell, und letztlich einzigartig zu sein, und deswegen geliebt, oder mindestens gemocht zu werden, das ist der andere Pol, und so verlasse ich eine Gruppe mit erhobenem Haupt, vielleicht einem Tick zu überheblich, zu selbstgerecht.
Ich war seit einigen Jahren Mitglied einer MS Facebook Gruppe, mit etwa 5000 Teilnehmer*innen.
Gelegentlich las ich Beiträge, das
Spektrum war von neu Diagnostiziert en, oder leichten Verläufen, bis zu schwerst Betroffenen in Pflegeheimen.
Immer wenn frisch Diagnostizierte Informationen suchten, und Gemeinsamkeit, dachte ich,
„sei froh dass Du noch nicht weißt, was für ein Scheiß auf Dich zukommen kann.
Als die Erkrankung neu war, mied ich Selbsthilfe Gruppen, ich wollte so lang wie möglich keine schwer Erkrankten sehen, um mich nicht mit meinem Schicksal zu konfrontieren.
Ich wollte soviel es ging vom Leben haben, das nicht damit kontaminiert war. Ich kündigte zunächst meine angestellte Tätigkeit, Viele sagten, Du hast doch Kündigungsschutz, als ehemalige Betriebsratsvorsitzende, ich wollte nur noch weg.
Einige Jahre beriet ich freiberuflich gesetzliche Krankenversicherungen, die vermehrt mit depressiven Erkrankungen im Krankengeld konfrontiert waren, und ihre Versicherten, selbst immer mal wieder dicht daran das Leben zu beenden, meine gefühlte große Liebe hatte mich anlässlich der Erkrankung verlassen, ich mobilisierte mich mit fachkundiger Unterstützung.
Ich vermied alles was mit der Krankheit verbundene, bis auf die Physiotherapie soweit es möglich war.
Einige Zeit nahm ich an einer Selbsthilfe Gruppe betroffener Ärzte und Psychologen teil, auch dort fühlte ich mich wenig zugehörig
Meinungsmacher in der MS Facebook Gruppe waren einige freundliche Frauen, die sich und der Welt zeigten, das sie trotz MS beruflich und sozial, auch kreativ aktiv sind, und eine Gruppe erwerbsgeminderter, noch relativ fitter Männer, die etwas arg unzufrieden daher kamen.
Ich hielt mich überwiegend zurück um andere zu schützen , vor meinem miesen Zustand, und den manchmal noch schwerer zu ertragenden psychosozialen Folgen.
Ein Michael oder Thorsten in „Freunde mit Multipler Sklerose“aus dieser Gruppe, der mürrischen Erwerbminderungsrentner, postete über ein kurz gebratenes Fleischgericht, dass in deutschen Restaurants mit einem als diskriminierend erlebten Namen einer Minderheit tituliert wird.
Er liesse sich sein Schnitzel nicht umetiktieren, nur weil sich jemand diskriminiert fühlen könnte, das erinnerte sehr an Alice Weidel, die für die Afd ihr Kurzgebratenes gegen Veganer und Vegetarier verteidigt.
Seine Selbstgefälligkeit triefte fast aus dem Smartphone.
Ich kommentierte das, leicht genervt davon , mit so etwas konfrontiert zu sein, in meiner gefühlten Bubble.
Ich blieb niedrig schwellig, argumentierend, dass niemand diskriminiert werden solle, dessen Vorfahren im Nationalsozialismus vernichtet wurden.
Innerlich rief eine Stimme, Scheiß Rassist, das drang nicht in den virtuellen Raum.
Der Thorsten oder Michael ging mich aggressiv an, ich würde mich wohl langweilen, da ich wagte ihn zu kritisieren.
Er startet in der Gruppe regelmäßig Online treffen, am Sonntag Nachmittag.
Ich überlegte kurz ob ich dass mit ihm ausdiskutieren möchte, hoffte aber auf unterstützende Kommentare der übrigen fast 5000.
Ich beobachtete es noch zwei Wochen, niemand hatte den Anstand seinen Rassismus zu benennen, vielleicht weil er als Administrator agierte.
Ich fühlte mich selten so verlassen und draußen, wie mit diesen 5000 Mitbetroffenen einer schweren Erkrankung, so lost wie Punch im Regen.
Ich versuchte wenigstens eine Person zu finden, die auf meiner Seite ist, und keine Nazi Phrasen drischt, niemand hat kommentiert, oder ihn von sich aus kritisiert.
Ich überlegte kurz den Gruppenaustritt öffentlich zu machen, mit einem moralischen Aufschrei, wollte wohl noch gehalten werden, ging dann ohne Spuren.
Die Makaken agieren robuster, wenn Punch mit seinem Ikea Orang-Utan Schutz vor dem Regen sucht, an dem Unterstand wo die Leitaffen stehen, stoßen sie ihn in den Regen zurück.
Er klammert sich an das Plüschtier, als sei es ein umarmendes Gegenüber.
Ich verarbeite die erfahrene Ausgrenzung, und die Zurückweisung meines Protestes, als nicht Zugehörigkeit
Der karge Beton Boden erscheint mir nicht als adäquates Habitat, auch unterhalb der grundsätzlichen Infragestellung von Primaten Haltung in Zoos. Makaken leben in Regenwälder, im Betongehege befindet sich kein einziger Baum. Makaken sind dafür bekannt in heißen Quellen zu Baden, Viele TikTok Creators sprechen über ihre Anrührung durch den von Tierpflegern aufgezogenen Makaken. Sie beobachten angerührt wie Punch das Stofftier wäscht und zu füttern versucht, mit unterlegen sentimentaler Musik.Psychodynamisch ist der Plüschaffe ein Übergangsobjekt,
analog zu den Kuscheltieren kleiner Kinder, wenn die Bindungspersonen abwesend sind. Punch hält sich am Plüschgorilla fest,, er streichelt ihn, versucht mit seinem Begleiter in der zunächst verstoßenden Affengruppe aufgenommen zu werden, partiell gelingt das. Das sind menschliche Themen, Zugehörigkeit, ausgestoßen sein, Halt geben, Halt suchen, Empathie einem verwaisten Affen gegenüber finden, in einer Zeit in der ein orange haarigen Politclown die Welt in Kriege stürzt, um von sexuell übergriffigen und mißbräulichen Excessen an Minderjährigen abzulenken.






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