Horrorvatui

Ich hatte eine schlimme Nacht, ich konnte nicht schlafen. Hochgepuscht durch einen MiniEnergy, und jede Menge schlechte Gefühle.

Ich erwarte eigentlich einen Anruf der TUI, zumindest um 9.00 Uhr morgens, „wir kümmern uns“, es ist sehr,  sehr ruhig auf dem Kanal. Gerade geht eine WhatsApp von Said ein. Er unterstützt mich zuhause am Samstag Vormittag sehr zuverlässig.

Said wünscht uns viel Spaß, offensichtlich hat er meine Texte mit dem wenigen Spaß noch nicht gelesen.

Ich habe heftige Bauchkrämpfe, und sitze auf einem schönen gelben Ohrensessel.

Ich bin noch nicht bereit für die schlechte  Erfahrung, die ich mutmaßlich machen werde wenn ich bei TUI in Hannover anrufen werde.

Erste BeileidsWhatsApps gehen bezüglich meines Blogs ein. Wir werden aufgrund unserer miesen Erfahrungen bedauert.

Ich fühle mich hilflos und ausgeliefert und maximal verarscht. Ich denke es wäre an der TUI einen Troubleshouter zu schicken.

Gestern habe ich eine spannende Erfahrung gemacht, während der Horrorstreifen noch mit mir als weiblicher Hauptdarstellerin lief, begann eine Gehirnhilfe schon zu formulieren.

In der schlaflosen Nacht schaute ich TikTok Videos, ein anderer Horror suchte mich heim, der Algorithmus teilte mir ein Pflege TikTok zu, keine Pflegekraft die hilflose Bewohner nachts filmt, sondern eine von den Guten, die auf Missstände aufmerksam macht. Nachts muss sie mit einer Kollegin 38 Demente versorgen, bei Krankheit undUrlaub, also im Alltag.

Willkommen in der Warteschleife der TUI nach über zwölf Stunden ist nichts passiert.

Die Anfrage bezüglich einer Kundenumfragr ist auch wieder dabei.

Die Firma TUI hat in zwölf Stunden nichts getan. Eine mutmaßlich schlecht bezahlte Callcenter Mitarbeiterin betont erneut, dass Umbuchungen bis zu vierundzwanzig Stunden dauern. Mein Bauch krampft, ein medizinischer Notfall wird unter der Nummer drei entgegen gekommen, ich habe seit Jahrzehnten eine ungenutzte Auslandskrankenversicherung.

Ich fordere Fabi auf in unserem Zusatzhotel frühstücken zu gehen. Seine erste Flugerfahrung war positiv, der Rest bislang nicht.

Über griechisch Inseln

Die Ansprechpartnerin von TUI Vorort wird auch nicht mitgeteilt.

Vor dieser Erfahrung habe ich einmal über Weihnachten eine Pauschalreise auf die Kanaren gemacht.

Am Sitz am Büffet und beobachtet sich gegenseitig beim Teller volladen.

Meine miesesten Persönlichkeitsanteile wurden geweckt, ich erwischte mich mit miesem Fatshaming, „dachte so, der läuft schon zum fünften Mal zim Dessert.“

Von allem gab es viel zuviel.

Jetzt bin ich aufgrund von Einschränkungen lange nicht mehr gereist, mit kräftiger und zuverlässiger Assistenz, dachte ich, einmal auf meine Sehnsucht Insel der Zwanziger, Abflug nach der Quartalsabrechnung, die Vorletzte mit der ich noch angemessen gut verdiene.

Ich wollte über einen großen Reiseanbieter sicher sein mit meinen speziellen Bedürfnissen.

Der Schuß ging nach hinten los.

Wenigstens hat Said mit seiner schwangeren Frau endlich eine Wohnung, zwar nur auf Zeit, aber mit der Option auf Verlängerung. Jetzt schwarzer Tee mit Honig. Über WhatsApp gehen die Beileidsbekundungen bezüglich dieses Desasters ein. Wir  verlängern hier für eine zweite Nacht.

Von der TUI

Wenigstens übernehmen sie Verantwortung, aber ein Zimmer haben wir noch immer nicht von Ihnen.

“ und aus dem Chaos kam eine Stimme, lächel es könnte schlimmer kommen „

Aus den Achtzigern, meiner Kreta Zeit

Damals buchten wir bei griechischen Großmüttern die Zimmer, die an zentralen Busbahnhöfen Rucksacktouristen Ansprachen, ich sprach kein Griechisch, aber irgendwie funktionierte die Verständigung, wir fühlten uns ein bisschen willkommen.

Alles außer TUI gibt dieses Gefühl wieder.

Ich genieße die Wortspiele, „Horrorvatui“.

Blick vom Ersatzhotel

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Herzlich Willkommen

Danke, dass du vorbeischaust! Ich bin Kathrin Köpp, psychologische Psychotherapeutin aus Hamburg. Neben meiner Arbeit in der Praxis biete ich eine Online-Beratung für Krisensituationen und diagnostische Einschätzungen für Selbstzahler ohne Wartezeit an. Auf diesem Blog möchte ich mit dir Geschichten aus meinem beruflichen und privaten Alltag als von MS-Betroffene teilen. Meine wichtigste Mitarbeiterin ist Miss Molly, nach zehn Jahren als Hauskatze auch als Queen Mom bekannt. Besonders bei ängstlichen und depressiven Patientinnen ist sie ein wertvoller Teil meines Teams.

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