Der Morgen beginnt damit, dass ich eine Molliie Suit Session mache, ich bin heute morgen mit sehr starker Spastik aufgewacht, meine Arme und Beine stehen unter großer Spannung. Fabi kämpft sich verschnupft durch das Hamburger Straßen Chaos, er steckt zwischen den LKWs fest.
Den Vorschlag über einen hohen Kantstein zu wenden lehnen wir ab.
Ich blicke in den klaren blauen Himmel, blättere mich durch das Internet, es geht durch den Algorithmus gelenkt viel um den Wegfall der Verhinderungspflege, es geht auch um Zweckentfremdung, wenn die Menschen arm sind, wird vielleicht durch Umstrukturierung mal der Kühlschrank mit gefüllt, oder das Auto repariert. Es geht viel auch um Pflege, eine Pflegerin im Nachtdienst einer Pallitivstation tiktokt sich durch die Nacht, ein anderer Pfleger geht das öffentlich an
Ich bekomme eine Mail von der Privaten Hochschule, bezüglich des Praktikums im Masterstudium. Es wird von „unterschiedlichen Perspektiven“ geschrieben, aus meiner Sicht gibt es nur eine Perspektive, die Dame wollte offensichtlich außerhalb von Hamburg kein von der Universität vermitteltes Praktikum machen, in Hamburg sind die Plätze aufgrund von drei Privatuniversitäten vergeben. Sie hat mich in die Situation gebracht, über die Entscheidung an der Möglichkeit der Fortsetzung ihre akademische Karriere
Teilhaben zu können.
Ich wollte eigentlich nie wieder mit ihr zu tun haben.
Es gab eine kreative Phase zusammen, eine persönliche Nähe, des öfteren ein Erstaunen von mir über die Ausrichtung ihres moralischen Kompasses, die kriminelle Energie.
Ich ließ ihr in ihrer Anstellung als Arbeitsassistenz mehrmals spontane unabgesprochene Urlaube durchgehen, verantwortlich war immer der Freund. Einmal lehnte ich ab, die Krankschreibung kam umgehend, lebenspraktisch dumm wie sie war, erhielt ich die Seite mit den Diagnosen, der eigentlich der Krankenkasse zukommt, schwerst erkrankt an Depressionen, wenn einmal der eigene Wille nicht durchgesetzt werden kann.
Gestern hatte ich eine wirre Diskussion mit einer Patientin, ob sie zur GenZ oder den Milleniums gehört.
Sie beschreibt die Uneingeschränkte Fokussierung auf die eigenen Interessen als positiv, und spezifisch für ihre Generation.
Die Medien sind voll von Typisierung spezieller Eigenschaften, ein Instagram Account wird genutzt um einen Avator zu kreieren, dem man sich dann annähert.
Vielleicht war das Nein, biografisch noch unerfahren, die Patientin gestern beschrieb sich positiv, als Mitglied der Generation, die extrem positiv auf die eigenen Bedürfnisse fokussiert wäre, in Abgrenzung zu einem Liebhaber, in der Generation ihres Vaters, der sie aus einem medizinischen Kontext bei Instagram angeschrieben hätte.
Ich hatte keine Vertretung, als ich einmal Urlaub ablehnte, die Situation mit der Studentin eskalierte, so weit, dass sie die Patientin die sie für einige Stunden begleitete an die Alster abordnete, außerhalb der Praxisräume agierte.
Ich grätschte dazwischen, und entschuldigte mich bei der Patientin, dass sie in den Konflikt geriet.
Moralisch fragwürdig, standesrechtlich schwierig, sie ist über seine Entwertung der GenZ mega gekränkt, der mediale Entwurf von Identität wird über die eigene Biographie gezogen.
Sie hebt die maximale Fixierung auf die eigenen Bedürfnisse als den Königsweg im Leben hervor, ihre Generation würde flüchtige sexuelle Kontakte leben, alle Älteren wären auf feste Bindungen fixiert.
Entwerfe Deine InstaIdentität, und werde wie Du Dich abbildest.
Ich war mit meiner Kindheit oft unzufrieden, aber mein moralischer Kompass ist vorhanden, nach einigen Ausschlägen im Jungerwachsenen Alter.

In meiner Kindheit waren die Alsterschiffe Bestandteile des Hamburger Verkehrsverbundes, mit einer Schülermonstskarte konnte neben U-Bahnen und Bussen auch vom Winterhuder Fährhaus zum Jungfernstieg fahren. In den Kanälen die Trauerweiden, die immer bis knapp an die Wasseroberfläche hinab wuchsen. Ich erinnere viele solche Ausflüge mit meiner Großmutter, es ist ein geborgenes Gefühl, bei Oma war ich behütet, ich fühlte mich zugehörig und bedeutend.

Mich hat die Praktikumsgeschichte angefasst, insbesondere als die Universitätsmitarbeiterin etwas von den unterschiedlichen Perspektiven auf das Praktikum schrieb, es gibt bei einer Bescheinigung über ein nicht statt gefundenes Praktikum, zum dem es eine Bescheinigung gibt, die ich nicht ausgestellt habe nur eine Perspektive.
Es ist eine große Kunst, diese Affekte herunter zu regulieren, und sich dem Tag und den Bedürfnissen der Patienten zuzuwenden. Heute war es schwierig, nach dem vor der ersten Sitzung um 10.00 Uhr noch eine Professorin der Universität schrieb, mein Gefühl ist nach aller Wut und allem Ärger Enttäuschung

Eigentlich ist untröstlich das richtige Wort.
Trost bot am Wochenende der vorbei fahrende Alsterdampfer, der Fernsehturm, in dem sich ein Drehrestaurant befand, in einer Stunde umrundet man die Stadt, für fünf Mark, Kaffee und Kuchen satt, aber der Kellner kam nur einmal in der Stunde

Bei dem Fernsehturm Besuch war Großvater „Wally“, dabei.
Es war 25 Jahre nach dem deutschen Angriffskrieg, waren die Dämonen aus dem Sibirischen Winter an der Front dabei, oder konnte er, wenn er mit Hildchen und seiner Enkeltochter auf dem Gelände der Gartenbauausstellung flanierte abschalten.



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