Ziemlich beste Freunde

Der Film über die Beziehung zwischen einem gelähmten Mann aus der französischen Oberklasse, und seinem Assistenten mit einschlägigen Kriminalitäts- und Justizerfahrungen machte vor einigen Jahren Furore.

Der unverkrampfte Umgang mit bislang häufig  tabuisierten, oft nur mit großen Beklemmungen zu bekennenden körperlichen Einschränkungen soll auf wahren Begebenheiten beruhen.

Inspiriert von einem Freigänger aus dem offenen Vollzug, der auf Facebook eine neue Tätigkeit suchte, wir hatten ein Bewerbungsgespräch, entwickeln wir eine Idee

Justiz erfahrene, die mit einer Beschäftigung schneller in den offenen Vollzug kommen könnten, zusätzlich zur täglichen Arbeit drei Stunden Freigang, Alltag, erhielten, zur Unterstützung von Menschen mit Assistenz Bedarf einzusetzen, sozusagen Inklusion und Resozialisierung zusammen zubringen.

Beide Ziele gehören eigentlich zur Agenda des  Sozialstaates der alten Bundesrepublik.

Bei Übertretung der Spielregeln ist in zivilisierten Gesellschaften , im Umgang k mit riminellen Regelübertretungen, ist die Leitlinie nicht nicht Rache, im alttestamentarischen Sinne, Auge um Auge, Zahn, das steht nicht Vordergrund, sondern die Rückkehr, machmal der Erstzugang in die Gesellschaft, derer die ihr Auskommen durch einen durch Studium oder Ausbildung finden.

Schuĺabschlüsse und Berufsausbildung sind essentielle Inhalte im Strafvollzug, hilfreich um auf Bewährung vorzeitig entlassen zu werden.

Menschen mit Assistenz Bedarf, ohne familären Rückhalt, werden vom Anspruch her, über die Eingliederungshilfe in der Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen Leben unterstützt.

Mit einem Behinderten Ausweis mit dem Merkmal B, kann ich eine Begleitung kostenfrei in den öffentlichen Nahverkehr mitnehmen, beim Metallica Konzert in Frankfurt im April war die Begleitung kostenfrei dabei.

Ganz großes Kino in Frankfurt

Bei meiner Premiere beim HSV im  letzten Sommer, konnte ich mit Begleitung eines enthusiastischen Fans dabei sein.

In der Elbphilharmonie sind im Rollstuhl Bereich nicht nur die Karten der Begleitung kostenfrei, bei Eigenveranstaltungen sind auch die Rollstuhl Plätze vergünstigt.

Dafür ist der Bau insgesamt nicht besonders barrierefrei, etwa um eine Rollstuhl gerechte Toilette zu finden, haben Rollstuhl nutzende eine anspruchsvolle Rallye durch die mit unterbrochen Aufzügen zu erreichenden Etagen zu bewältigen.

Durch meine in diesem Jahr noch anständig honorierte Praxis Tätigkeit bin ich in diesem Jahr noch in der Lage, die mir nicht bewilligte Eingliederungshilfe teilweise selbst zu finanzieren.

Meine Erwiderung darauf, warum ich mir es denn zumute mit meinen Einschränkungen zumute weiter berufstätig zu sein, erwidere ich,

„krank sein, ist doof, krank und arm, beschissen“.

Mit dem geplanten Begleit Service, so einem Escort Service, für den lange vermissten HSV, St Pauli oder Opern Besuch, planen wir mit Förderung des Jobcenters, Arbeitsplätze zur Reintegration von Justiz erfahrenen zu entwickeln, jemand der vielleicht einige Jahre mit den ziemlich besten Freunden gearbeitet hat, wird mutmaßlich in anderen Bereichen, etwa im Metall oder IT- Bereich auch eine Chance zum Neuanfang zu bekommen.

Während ich schreibe, höre ich am Samstag morgen im Deutschland Radio eine Art Morgen Andacht der katholischen Kirche.

Ein katholischer Geistlicher erzählt eine Geschichte aus der Bibel, ein lahmer Bettler, der vor dem Tempel gebettelt hat, wurde von Petrus aufgefordert, aufzustehen und zu laufen.

Der Geistliche macht die Geschichte zur Methapher für andere Lähmungen die zu überwinden seien. Meine verstorbene Tante sah in sich göttliche Kräfte, sie forderte mich auf die Krücken stehen zu lassen, durch sie würde Gott mich laufen lassen. Das Experiment verweigerte ich, die Psychose ihrer Schwester zu heilen scheiterte nach Evas Überzeugung an deren mangelnden Glauben.

Mit diesen Gedanken gehe ich ins Wochenende. Morgens im Bett höre ich in den Nachrichten des Deutschlandfunks, dass die SPD Einschnitte bei der Pflegeversicherung verhindern will.

Aktuell fehlen fünf Milliarden, bei den Plänen von Herrn März fehlen mir im nächsten Jahr 1300 Euro an der Verhinderungspflege.

Das wären bei einem Honorar von 15 Euro die Stunde 87 Stunden Support.

Die SPD erinnert sich kurz an ihre Geschichte, ja, genau dass mit den sozial Schwachen, sie wolle keine Einschnitte bei den Pflegebedürftigen zulassen.

Auch der CDU-Gesundheitsminister Lindemann suggeriert Gerechtigkeit, die Krankenversicherung der besser Verdienenden soll steigen.

Als freiwillig gesetzlich Versicherte gehöre ich mit meinem Beitrag von aktuell 1198 Euro dazu. Mit der  Erhöhung der Beitragsbemässungsgrenze wird ein höherer Teil meines Brutto Einkommens zur Berechnung heran gezogen, mein Umsatz nicht mein Gewinn.

Ich denke an die Trennung von privater Krankenkasse und gesetzlicher, die Gesunden gut Verdienenden können sich privat zu niedrigen Beiträgen versichern, und stemmen die Beiträge für die Bargeld beziehenden nicht mit. Dafür wäre eigentlich vollumfänglich der Staat zuständig. Aktuell schikaniert der lieber die Arbeitenden, die sich am ersten Tag einer Erkrankung in die Wartezimmer der Hausärzte setzen sollen, andere infitiös anstecken oder angesteckt werden.

Da sitzen bald auch die, die vor einem Psychotherapeutischen Erstkontakt, im neuen Primärarztsystem erst einem Hausarzt erzählen müssen, dass die Seele brennt. Zu Zeiten meines Angestellten Seins, brauchte ich jährlich einige “ mir geht’s nicht, Pause Tage. Die wurden mit den Dringlichkeiten am Arbeitsplatz verantwortlich abgewogen.

Vor meinem Studium arbeite ich in verschiedenen Bereichen, bei „Nur hier“ in einer Großbäckerei, die Arbeitsbedingungen hatten Vorfällen Charakter.

Ein Großteil der Mitarbeitenden hatte harten Alkohol im Spind der Garderobe. In der Zeit kursierte in der Jobber Bewegung, ein kleines Büchlein, „lieber krank feiern, statt gesund schuften“, und es entstanden Infoläden für Menschen, die den Bezug von Sozialleistungen als selbstgewähltes Lebensform sahen. Es gab auch Vieles wofür oder gegen man sich derweil engagierte.

Einmal ging ich auch mit dem Büchlein zum Arzt und simulierte für einen freien Samstag eine Erkrankung, ich war sehr aufgeregt, als ich meine Symptome schilderte, um der Hölle der schweren Wagen mit Backblechen voller Hanseaten, Kopenhagener und Franzbrote fern bleiben zu können.

Die Hanseaten waren Mürbekekstaler, die ich mit einem Spachtel halb mit rosa und halb mit weißem Zuckerguss bestrichen habe. Ein halbes Jahr arbeitete ich bei einer Versicherungsgesellschaft, der “ Hamburg-Mannheimer“, ich fertigte angelernt Bauzeichnungen für die Immobilien des Unternehmens an. Ich war nicht wirklich ausgelastet, mein Chef sprach zu mir:“ zu einer guten Mitarbeiterin gehört es, dass sie sich allein beschäftigen kann.“.

Es war lange vor dem Internet, so packte ich fortan meine Zeitung auf den Tisch. Nach sechs Monaten musste ich gehen, das Unternehmen hätte mich sonst fest anstellen müssen, so waren die Gesetze des gewerkschaftlich dominierten Arbeitsmarkt.

Ich lebte in einer WG am Rande von Ottensen, unentschlossen was ich mit meinem Leben anfangen sollte, nachdem mein gutes Zweier Abitur, mit der Note 1,8 für ein Medizin Studium nicht ausreichte.

Wir bereiteten einmal, wahrscheinlich inspiriert von einem Heinz Rühmann Film aus der Zeit des Deutschen Faschismus eine Feuerzangenbowle zu, schlechter Wein aus dem Tetrapack wurde erwärmt, darin schmolz ein Zuckerhut, auf einem Spirituskocher.

Der folgende Werktag war der Schlimmste meines Lebens.

Irgendwie schleppte ich mich mit S- und U-Bahn von Altona in die City Nord, die Idee mich krank zu melden, kam mir nicht. Seit dem gehöre ich zu den Glühwein Hatern.

Wir verbrachten viel Zeit damit uns gegen die Ungerechtigkeit in diesem Leben zu engagieren, fast jeden Samstag fluteten wir die Innenstadt mit einer Demonstration, den konsumierenden Werktätigen begegneten wir mit linksradikaler arroganter Verachtung,

von der Einstellung wenig überzeugend für die denen wir unsere Inhalte demonstrierten.

Letztlich suchten wir auch einen Platz in dieser Welt, unsere Sehnsuchtsorte waren verrottete, dem Verfall preis gegebene Altbauten, die wurden dann zu „unseren Vierteln.“.

Wir suchten andere Lebensformen jenseits der traditionellen Kleinfamilie, und flüchteten später vor den real gewordenen Utopien zurück in das Traditionelle.

Medial kursierten die Taxi fahrenden Juristen, Ärzte und Lehrerschwemmen wurde auch mit Berufsverboten im öffentlichen Dienst begegnet, wenn man in jungen Jahren linksradikal war.

Wir waren die ‚geburtenstarken Jahrgänge‘, die jetzt von dummen Schnepfen aus der TikTok und Instagram Welt als „Boomer“bezeichnet werden.

Jetzt versuche ich im Kleinen Menschen mit Einschränkungen, die materiell schlechter da stehen, ein bisschen mehr Oper, St. Pauli oder Metallica ins Leben zu bringen, den Anderen einen von Sozialleistungen unabhängigen, vielleicht ein bisschen Sinn gebunden Lebenserwerb

Die Satzung des Vereins

„Ziemlich beste Freunde“ ist zur Überprüfung einer möglichen Gemeinnützigkeit beim Finanzamt.

Dort wird Kosten neutral überprüft, ob wir Spenden generieren dürfen, mein Gegenentwurf zur Abhängigkeit von Zuwendungen des Sozialamtes für meine Unterstützung im Alltag, neue berufliche Herausforderungen.

Positive Energien mobilisieren, in Zeiten kollektiver Verbitterung, mehr September statt Merz.

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Herzlich Willkommen

Danke, dass du vorbeischaust! Ich bin Kathrin Köpp, psychologische Psychotherapeutin aus Hamburg. Neben meiner Arbeit in der Praxis biete ich eine Online-Beratung für Krisensituationen und diagnostische Einschätzungen für Selbstzahler ohne Wartezeit an. Auf diesem Blog möchte ich mit dir Geschichten aus meinem beruflichen und privaten Alltag als von MS-Betroffene teilen. Meine wichtigste Mitarbeiterin ist Miss Molly, nach zehn Jahren als Hauskatze auch als Queen Mom bekannt. Besonders bei ängstlichen und depressiven Patientinnen ist sie ein wertvoller Teil meines Teams.

Besuch gerne meine Homepage: Tiefenpsychologisch fundiert – Psychodynamisch fokussiert – Home

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