Nach die Notärztin der kassenärztlichen Vereinigung zwar eine stationäre Einweisung hinterlassen hatte, aber keinen Schein für den Transport, mutmaßlich war sie davon ausgegangen das ich das selbst organisieren kann, eskalierten meine Schmerzen weiter
Am Freitag Abend hielt ich es nicht mehr aus, sobbestellte ich einen Krankentransport in Richtung Bundeswehr Krankenhaus.
Das Ergebnis ist aus dem letzten Blog bekannt, Muskelverspannungen, ursprünglich wollte ich Freitag Abend in’s Kino, die Karten waren schon bezahlt.
Der Mann von der Krankentransport Logistik wies bei der Bestellung darauf hin, dass es ohne Verordnung auf meine Kosten ging.
Ich dachte in meiner Not, dass das der Urologe bzw. der Hausarzt, die Beide in meine Blasenentzündung involviert waren, dass selbstverständlich im Nachhinein erledigen würden, falsch gedacht.
Heute versuchte mein Mitarbeiter Fabi, bei meinem Hausarzt und dem Urologen einen solchen Schein zu erhalten, beide Praxen sind oder waren in die Behandlung meiner Infektion involviert.
Beide lehnten die nachträgliche Ausstellung ab, der Hausarzt behauptete ich würde ständig Verordnungen verlangen, einmal hatte der Pflegedienst eine Verordnung für die Anlage meiner Hilfsmittel für ein ganzes Jahr verlangt. Ansonsten hat er in drei Monate keine einzige Verordnung für mich ausgestellt.
Er artikuliert, unsere Vereinbarung wäre eine andere, ich kann mich an Keine erinnern.
Ich dachte naiv, er würde seinem Versorgungsauftrag für gesetzlich Versicherte nachkommen.
Er behauptete Fabi gegenüber, er müsste 900 Euro persönlich für den nachträglich ausgestellten Schein verantworten, seine Mitarbeiterin insistierte, sie würden sich strafbar machen. Fabi ist erschüttert, und blitzt ab.
Die Gesetzeslage lässt eine nachträgliche Verordnung, im Falle einer medizinischen Notwendigkeit ausdrücklich zu.
„Eine Strafbarkeit wegen Betruges scheidet aus, wenn die nachträgliche Verordnung eine tatsächlich bestehende medizinische Notwendigkeit wahrheitsgemäß dokumentiert“
Ähnlich zugewandt artikulierten sich die MfAs in der Urologischen Praxis, wieder kommt mir Professor Schmidt vom Sexualforschungsbereich in den Sinn,
„Ohnmacht weckt Sadismus“.
Eine Freundin, die sie auch chronisch krank ist, schreibt mir, zum wiederholten Mal
“ Menschen sind Scheiße“, ist ihre Erkenntnis im Leben mit Krebs und einer traumatischen Belastung.
Ich bin schockiert über soviel Gleichgültigkeit, zunächst paralysiert, finde eine andere Facharztpraxis, die mir diesen Beförderungsschein selbstverständlich ausstellt, eine weitere fällt mir ein, wo Menschlichkeit und ärztliche Verantwortung existieren.
Der Hausarzt schwandroniert Fabian gegenüber, dass es ihm leid täte mit meiner MS, und der Blasenentzündung.
Warum beleidigt er meine Intelligenz, in dem er behauptet, dass eine nachträgliche Ausstellung nicht möglich ist, und dass der Transport pro Strecke 900 Euro kostet.
Ich bin so angepisst, dass ich in Gefahr bin, mich fest zubeißen, unflätige Google Kommentare zu formulieren, in die Welt zu schreien, gekränkt die ganze Nacht zu grollen.
Ein Chef von mir, Josh von Soer,aus meiner Zeit in der psychosozialen Betreuung Substituierter, der nach einer Impfung an Polio erkrankt war, und eine halbseitige Lähmung zurück behielt, zuvor war er Leistungssportler Ruderer, sagte immer
“ heute ich, morgen du“.
In einem Vorstellungsgespräch für eine Gruppenselbsterfahrung für meine Gruppenpsychotherapie Ausbildung deutete der kluge Analytiker, an dessen Gruppe ich wegen mangelnder Barrierefreiheit seiner Praxis nicht teilnehmen konnte, deutete diesen Satz als Rache Wunsch.
Ich fühle mich bis heute schuldig, dass ich nicht auf die Barrikaden gegangen bin, als ein Kollege mit dem ich mich damals befreundet wähnte, Joshs Körperhaltung unter dem Gejohle der Kollegen nachahmte.
Ich hatte Angst, dagegen zu intervenieren. Suspekt war ich schon dadurch, dass ich einen freundlichen Kontakt zu Josh hielt, und mich nicht an unbewiesenen Verdächtigungen sexuellem Mißbrauchs an Klienten beteiligte.
Ich schäme mich nicht dagegen an gekämpft zu haben, und frage mich, wie hat er das ausgehalten.
Es wäre auch Aufgabe des neuen Projektleiters gewesen das zu stoppen, er hatte wohl auch Angst unbeliebt zu werden, und schaute zu.
Als ich erkrankte, versprach der Kollege , mit dem schlechten Schauspieltalent, mit dem ich zuvor oft viel getrunken hatte, die dauerhafte Freundschaft, das war dann schnell vorbei.
Heute habe ich keinen Groll, vielleicht wäre es auch ohne meine Krankheit irgendwann vorbei gewesen, und neues wäre gekommen, mir fehlt auch die Kraft neben der Arbeit und der Krankheit neue Kontakte zu finden.
„Ich bin nicht der richtige Ansprechpartner“, ließ der Hausarzt verlauten.
Eine Freundin verwies mich vor knapp zwei Jahren, auf das Krankenhaus Alsterdorf, es gäbe ambulante kassenärztliche Versorgung für Menschen mit Behinderung.
Ich meldete mich telefonisch mit dem Wunsch nach Versorgung.
Dieses Angebot meinte mich nicht, gemeint waren nur Klienten der ehemaligen Alsterdorfer Anstalten, die jetzt in Wohngruppen oder in eigenem Wohngruppen unterstützt werden.
Heute ist wieder eine Urinprobe in die urologische Praxis gegangen.
Ich habe Schmerzen und Krämpfe, die Konzentration auf die Arbeit lenkt mich ein bisschen ab.


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